Neuer Firmenauftritt ist live!

20. März 2011

Im Namen der Marketingleitung der FRAISS – IT Consulting & Mediendesign freut es uns, unseren Blog-Lesern mitzuteilen, dass der neue Online-Firmenauftritt fertiggestellt und ab sofort online zu erreichen ist.

MSDN Briefing Visual Studio 2010 – News

28. Juni 2010

Um nach der Microsoft Architecture Forum Conference auch weiterhin am neuesten Stand der Technologie zu bleiben, entsandte die FRAISS – IT consulting & Mediendesign am verganenen Freitag, dem 25. Juni 2010, einige Mitarbeiter zum MSDN Briefing zum Thema “Visual Studio 2010 – News” nach Wien.

Im modernen Ambiente des Microsoft Innovation Centers präsentierte Max Knor, Developer Evangelist bei Microsoft Österreich, im Rahmen eines halbtägigen Vortrags die neuesten Features rund um Visual Studio 2010.

Aufgeteilt in drei Sessions, wurden anhand von allerhand live programmierten Beispielen die neuesten Wissenswertigkeiten zu den Themen Entwicklung, Databinding/Management und Presentation/Userinterfaces gezeigt.

In der ersten Session gab es eine kurze Einführung in die Neuerungen in Visual Studio 2010 selbst. Diese beinhalten ein verbessertes IntelliSense, welches von nun an nach einem “Contains”-Kriterium statt “BeginsWith” sucht, asynchrones Laden von sehr langen Listen (Beim Hinzufügen von Projektreferenzen), sowie IntelliTrace, welches eine genaue History aller Events innerhalb eines Prozedurablaufs aufschreibt, nur um einige zu nennen.
Zum Thema C# 4.0 wurde eine Annäherung der Äquivalenz zu Visual Basic erreicht, so dass nun wirklich beinahe alles in beiden Sprachen realisierbar ist. Außerdem kommt ein neuer Datentyp namens “dynamic” dazu, der es erlaubt, einen Typen erst zur Laufzeit erkennen zu lassen. Das vereinfacht unangenehme Reflection-Operationen ungemein, und lässt sich in etwa mit dem “var”-Datentyp in JavaScript vergleichen.
Der Vortragende konnte sich nicht verkneifen, die Stimmung zu heben, indem er berechtigt darauf hinwies, dass dieser Datentyp mit Vorsicht zu genießen ist, und nicht eingesetzt werden sollte, “nur damit das Programm kompiliert”.
.NET 4.0 hat auch einige Neuerungen bekommen, besonders hervorstechend hierbei die Tatsache, dass .NET 4.0 eine neue CLR benutzt, und die Kompatibilität mit älteren .NET-Projekten damit zwar wahrscheinlich ist, aber nicht mehr garantiert werden kann. Um Entwickler und Benutzer vor derartigen Problemen zu schützen, hat sich Microsoft dazu entschieden, ältere .NET-Projekte von Haus aus nicht zu unterstützen. Erst wenn die Entwickler die Applikation unter .NET 4.0 getestet und für funktionierend befunden haben, können Sie die Sperre manuell aufheben.

Die zweite Session, die sich mit Datamanagement befasste, führte in das Managed Extensibility Framework ein. Hierbei handelt es sich um ein Framework, welches die Wartung eines Projekte nach einem Deploy erheblich vereinfachen soll. Der Fokus liegt hierbei auf dem Aspekt der Erweiterbarkeit.
Anhand eines Beispiels illustrierte Max Knor die Idee: Im MEF gibt es sogenannte Import- und Exportattribute. Klassen, die das Exportattribut tragen, stellen Daten zur Verfügung, während Klassen mit dem Importattribut diese exportierten Daten einbinden.
Hat man nun ein Projekt mit einigen Menüpunkten, so kann man etwa die Klasse, die die Menüpunkte aufbaut und anzeigen lässt, Menüpunkte importieren lassen. An einer anderen Stelle können diese Menüpunkte dann exportiert werden.
Implementiert man in der Exportkomponente etwa einen Filewatcher, so kann man in Echtzeit (natürlich durch Dateiänderungevents) Menüpunkte hinzufügen oder entfernen, nur indem man eine Konfigurationsdatei ändert, bzw. Menüpunktdateien anlegt/entfernt (von denen die Exportkomponente die Menüinformationen ausliest).
Zu Datamangement gehören zweifelslos auch Datenbanken, und für die hat Microsoft ADO.NET ein wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das wohl am gernsten gesehene neue Feature ist hier wohl die Möglichkeit, aus einem Entity Model tatsächlich die Datenbank generieren zu lassen.

In der dritten und letzten Session wurde auf die Visualisierung und Präsentation der Daten eingegangen.
Entwickler, die derzeit bereits WPF nutzen, werden erfreut sein zu hören, dass in Visual Studio 2010 der WPF-Editor (endlich) von Grund auf neu überarbeitet (selbst in WPF geschrieben) und damit erstmal tatsächlich produktiv einsetzbar ist.
Die Performance sollte nun in etwa der des Windows-Forms-Editors gleichen und das manuelle Herumdoktern in der xaml-Datei überflüssig machen.
Weiters wurde viel Wert auf den Support von Touchevents gelegt, tatsächlich nutzen selbst Microsoft Surface Applikationen in der Basis die WPF-Touchevents, die dann aber natürlich noch erweitert werden.
Es ist also direkt in Visual Studio 2010 sehr einfach möglich, Touch-Events in WPF-Applikationen zu integrieren. Außerdem wurde ein neues “Chart”-UserControl hinzugefügt, welches sehr komfortabel eine große Vielfalt an Diagrammen für beliebige Datenquellen anzeigen kann.
Schließlich wurde noch auf MVC 2 eingegangen, welches ebenfalls mit Visual Studio 2010 und .NET 4.0 mitgeliefert wird. Hierbei handelt es sich um eine Alternative zu den typischen Windows Forms Darstellungsmöglichkeiten, die eine elegante Trennung zwischen Modell, Controller und View ermöglicht.
Besonders sinnvoll ist diese Trennung für Unit Tests, denn man kann natürlich die meist sehr kritischen Controller automatisch testen, ohne in irgendeiner Form mit der Visualisierung in Berührung zu kommen.

Damit war der Halbtag auch leider schon wieder zu Ende, es war leicht ersichtlich, dass durch den Zeitdruck immer nur an der Oberfläche der Materie gekratzt werden konnte.
Nichtsdestotrotz war das Event ein voller Erfolg und hat eben genau das getan, was er versprochen hatte, nämlich einen Überblick über die Neuerungen zu geben, auf die man sich in Visual Studio 2010, C# 4.0 und dem .NET-Framework der Version 4.0 freuen darf.

Wir danken dem Vortragenden Max Knor für seinen Enthusiasmus und Energie, die er in den für ihn zweifelsohne anstrengenden viereinhalb Stunden für uns an den Tag legte, und freuen uns bereits auf das nächste MSDN Briefing!

Erste Architecture Forum Conference bei Microsoft Österreich

28. Juni 2010

Am 17. Juni 2010 fand in Wien die erste Microsoft Architect Forum Conference in der Geschichte von Microsoft Österreich statt … und die Mitarbeiter der FRAISS – IT Consulting & Mediendesign konnten natürlich nicht davon abgehalten werden, diesem historischen Event beizuwohnen!

Informationen zum Event kann man hier nachlesen,
in Kurzform sei nur gesagt, dass das Event ein Sammelpunkt namenhafter Architekten aus aller Welt war, die bereitwillig ihre Expertise mit den Teilnehmern des Events geteilt haben. Organisiert bzw. verantwortlich für das Event war Microsoft Developer Evangelist und Software Architekt Mario Spuszta.

In typischer Manier der Microsoft Events war der Tag, der morgens um 09:10 Uhr durch eine Key Note von Ulrich Homarin eröffnet wurde, in mehrere Tracks aufgeteilt, die sich je mit einer bestimmten Facette des Software-Architektentums beschäftigten.
Diese Tracks waren im Groben “Cloud Computing”, “Parallel Programming” und “Architecture Design/Strategies”.

Die ersten zwei Sessions, die von unseren Mitarbeitern besucht wurden, handelten von grundlegenden Strategien und Designkonzepten erfolgreicher Softwarearchitektur. Hier ging es vor allem um grundlegende theoretische Prinzipien der Erweiterbarkeit, Skalierbarkeit und Security-spezifischen Eigenschaften, die man beim Entwerfen einer Architektur beachten sollte.

Etwas praktischer ging es dann in der nächsten Session zu, in der Christian Weyer mit viel Enthusiasmus die Windows Azure AppFabric vorstellte, mit der es möglich ist, Service-Endpoints in die Cloud auszulagern.
Eindrucksvoll wurde dies demonstriert durch Beispiele, in denen zum Beispiel die Zuhörer über eine Schnittstelle in der Cloud ad hoc Nachrichten auf den Laptop des Vortragenden senden konnten.
Der Höhepunkt der Demonstration war dann die Vorführung einer einfachen Applikation, die einen einfachen Zähler in der Cloud zur Verfügung stellt, welche auf einem iPad über die Cloud angezeigt werden konnte.
Die Möglichkeiten, die sich durch die Fähigkeit ergeben, Applications über die Cloud komfortabel bereitzustellen,  versprechen eine spannende Zukunft für neuartige, Cloud-basierende Produkte, in deren Basistechnologie die FRAISS – IT Consulting & Mediendesign nun bereits sehr früh Einblick erhalten konnte.

Die folgende Session schwenkte vom Cloud-Computing Track wieder zurück zum Architekturtrack und befasste sich mit Behaviour-Driven Development. Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Test-Driven Developments, zusammengeführt mit Domain Driven Design.
Einer der Schwerpunkte dieses Paradigmas sind einige gemeinsame Terminologien zwischen den verschiedenen Stakeholdern eines Projekts, um die berüchtigten Missverständnisse zwischen den “Business”-Sprechenden und dem “Technical Staff” möglichst zu minimieren.
Außerdem wird ein starker Fokus auf die nicht-funktionalen Requirements gelegt, die direkt angesprochen werden müssen, und auch preislich festgehalten sind. Jedes Verhalten der Software muss genau definiert werden, und auf genau dieses Verhalten wird auch hingearbeitet, um Überraschungen für alle Seiten zu vermeiden.

Die letzte Session des Tages wurde von Mitch Lacey gehalten, der in gewohnt lockerer, aber dennoch äußerst professioneller Art über Architektur in Agilen Projekten sprach.
Am Beispiel von Scrum teilte er seine Erfahrungen über Firmen mit, die zwar angeblich agil arbeiteten … aber eigentlich doch nicht. Der Fokus der Session bestand darin zu erkennen, dass das bloße Bestreben “ein wenig agil” zu sein kaum zielführend ist, und nur eine volle Immersion in die Arbeitsweise von Agile Development Sinn macht, wenn man schon agil arbeiten möchte.
So brachte er Beispiele über seine eigenen frühen Projekte, in denen er etwa für Microsoft eine Client-Server-Infrastruktur aufzusetzen hatte. Um ihr Ziel, nach jedem Sprint eine lauffähige und testbare Software in Händen zu halten erreichen zu können, entschieden sie sich dafür, fürs Erste nur einen einzigen Client zu unterstützen. Was auf den ersten Blick sinnlos erschien, führte im Endeffekt aber zum Erfolg, da schon in sehr frühem Entwicklungsstadium Feedback vom Kunden einbezogen werden konnte, eine der großen Stärken von agiler Entwicklung.

Nach den Vorträgen gab es dann noch zum krönenden Abschluss eine Weinverkostung – die unsere Mitarbeiter leider aus zeitlichen Gründen verpassten.
Der Tag war aber trotzdem äußerst lehrreich und hat wie alle Microsoft Events sehr viel Spaß gemacht.

Das war die erste Architect Forum Conference von Microsoft Österreich, und hoffentlich nicht die Letzte!

Natürlich haben wir das Event auch mit einigen Fotos “dokumentiert”, diese finden sich auf unserer facebook-page.